Samstag, 19. Januar 2013

Little Miss Sunshine

Mit einem Lächeln öffnet sie mir die Tür. Der Abend wird genial. Wir gehen in ihr Zimmer und schmeißen uns lachend auf das Bett. Nach einer Weile fingen wir endlich an das Drehbuch zu schreiben. Romeo und Julia in moderner Version. Dieses Mal sollte es nicht um zwei verfeindete Familien, sondern um Rassismus gehen. Wir wechselten uns ab mit dem Schreiben und schauten nebenbei Fernsehen. Nach zwei Stunden machten wir eine Pause hörten Musik sangen zusammen und ich fühlte mich diese Woche das erste Mal erholt und glücklich. Der ganze Stress fiel von mir ab. Es ist toll mit ihr zu schwärmen, zu lästern, zu singen und einfach nur rum zualbern. Lachend umarmten wir uns und ich fing an sie zu kitzeln. Sie musste sich auf den Boden zusammenkauern und versuchte mich auch zu kitzeln, schaffte es aber nicht. Wir mussten nur noch mehr lachen. Zum Abendbrot haben wir Pizza gegessen und danach HSM 3 gesehen und laut mitgesungen. Es ist einfach wundervoll mit ihr so ausgelassen verrückt zu sein. Sie hat dieser Woche ein wenig Sonnenschein an diesen kalten Wintertagen verliehen und dafür danke ich ihr von Herzen...



Sonntag, 30. Dezember 2012

Merry Christmas

Ich kriege mein Grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht. Mein kleiner niedlicher Cousin rennt glücklich vor dem Weihnachtsbaum zu meiner Tante und meiner Oma um ihnen stolz seine Geschenke zu präsentieren. Es ist ein Kirschkernkissen in Schafform und ein Werkzeugkasten zum Spielen. Meine Eltern sitzen auf der Couch, begutachten ihre Geschenke und schauen sich nach wie vor verliebt an. Nach 23 Jahren lieben sie sich immer noch wie am ersten Tag. Wenn ich die beiden anschaue macht es mich glücklich und lässt mich weiterhin an die wahre Liebe glauben. Es gibt sie wirklich, auch wenn es genügend Zweifler gibt. Ich bezweifel sie nicht. Genauso wenig, wie ich es bezweifle, dass Weihnachten ein langweiliges und ödes Fest ist, weil man mit der Familie zusammen ist. Im Gegenteil. Ich liebe meine Familie und ich finde es wundervoll, wenn meine Familie wenigstens einmal im Jahr mit allem im Einklang ist und jeder freundlich, höflich und glücklich ist. Für mich ist die Bescherung genauso, wie früher. Ich sitze in einem hübschen Kleid vor dem Weihnachtsbaum und mache die vielen Geschenke auf. Natürlich sind es keine Barbies, Puppenkleider oder eine Spielzeugküche mehr, sondern Smartphones, teure Klamotten, Laptops, Parfüm, Konzerttickets. Das ist der einzige Punkt der mich ab und zu wehleidig werden lässt. Ich bin kein kleines Mädchen mehr im rosa Plüschröckchen. Nein, ich werde erwachsen und muss bald mein eigenes Leben führen. Aber jedes Jahr gibt es immer Schokolade unterm Weihnachtsbaum und das gibt mir das Gefühl, immer noch ein Stück Kindheit in mir zu tragen und macht mich glücklich. Ich denke, ich werde keine erwachsene Frau, die nur an ihre Arbeit denkt und ihre Familie nicht mehr beachtet. Dafür liebe ich sie zu sehr. Und das Weihnachten in meiner Zukunft sieht nicht viel anders aus als jetzt. Trotzdem bin ich genauso glücklich, wie auch als kleines Mädchen. Der einzige Unterschied wird sein, dass ich das Fest auch noch mit meinem Mann und unserem Kind, oder Kindern verbringen werde.


Auch wenn Weihnachten schon vorbei ist wünsche ich euch einen guten Rutsch und hoffe euer Fest war genauso besinnlich, wie meins.


Dienstag, 27. November 2012

You can't always get what you want

Du kannst jemanden erst dann hassen, wenn du ihn vorher geliebt hast.
Ich ziehe mir die Mütze und den Schal tiefer ins Gesicht. Unter meinem dicken Parker habe ich noch einen Pullover, ein Hemd und ein langärmliges T-Shirt drunter. Trotzdem friere ich. Nachdenklich versuche ich durch die Menschenmassen zu blicken, um nach dir Ausschau zu halten. Der Weihnachtsmarkt ist nun eröffnet und ich rieche die Zuckerwatte, die Mutzen, den Glühwein, die Mandarinen und die Crêpes, trotz meiner verschnupften Nase. Normalerweise liebe ich diesen Geruch, aber gerade jetzt, in diesem Augenblick hasse ich ihn, wie die Pest.

Warum? Weil ich immerzu daran denken muss, dass alles zu Weihnachten ein Ende hatte. Dass alles zu Weihnachten begonnen hatte. Unsere Freundschaft. Die Freundschaft, die ich niemals vergessen könnte, so gern ich es auch wollte. Die Freundschaft, die mir jede Möglichkeit nimmt etwas besseres zu finden. Wegen dir kann ich mich auf niemand anderen mehr einlassen. Ich bin viel zu sehr auf die Hoffnung fixiert, dass wir wieder so befreundet sein könnten wie damals und deine Worte keine leeren Versprechen waren. Wegen dir habe ich denjenigen verloren, den ich so sehr liebte. Der, der es beinahe geschafft hätte mich dazu zu bringen, über dich hinwegzukommen. Aber dann meintest du zu mir lass es uns noch einmal versuchen und ich habe die Freundschaft zu ihm gegen eine dumme Liebe eingetauscht, die ich wahrscheinlich immer bereuen werde. jede Sekunde, die ich mit ihm zusammen war hat mich glücklich gemacht. Er tat mir so gut, aber du, du hast das Glück zerstört. Du hast das Glück zerstört in dem du immer wieder gesagt hast, das mit ihm und mir hätte keine Zukunft. Vielleicht hätte es eine gehabt, wenn ich nicht so auf dich fixiert gewesen wäre. Aber das werde ich nie erfahren, denn ich kann nichts mehr rückgängig machen. Ich bereue es, dass wir beste Freunde waren. Denn ich habe dich jeden einzelnen Tag so sehr geliebt und gebraucht, auch wenn ich nicht immer glücklich mit dir zusammen war. Aber jetzt bin ich noch unglücklicher, weil wir gar nicht mehr zusammen sind und ich merke, dass ich dich nicht nur gebraucht habe, sondern immer noch brauche. Du hast einfach einen viel zu großen Platz in meinem Herzen eingenommen, schon am ersten Tag. Ich kann dich nicht mehr vergessen, denn dazu müsste ich mein Herz rausreißen. Du fehlst mir so sehr. Es ist absurd, dass mein Herz bei nur einem Blick von dir einen Freudenhüpfer macht. Weil es so naiv ist zu denken, du könntest mir in näherer Zukunft wieder länger in die Augen starren. Ich hasse es eine Umarmung von dir zu wollen. Ich hasse es, dass ich eigentlich nur von dir ein Gute Besserung hören will. Ich hasse dich dafür, dass du dafür verantwortlich bist, dass ich mich auf niemanden neues einlassen kannst. Aber am meisten hasse ich dich dafür, dass du mir leer versprechen gemacht hast. Immer wieder...



Natürlich sehe ich dich nicht. Selbst wenn ich dich gesehen hätte wärst du ignorant an mir vorbeigegangen, hättest so getan als würdest du mich nicht kennen. Keine Ahnung, was ich hier überhaupt mache. Stöhnend stoße ich mich mit dem Rücken von der Hauswand ab, an der ich gelehnt habe und gehe mit schlurfenden Schritten in die Richtung meiner Freunde. Schön das falsche Lächeln aufsetzen. Und falls das verzweifelte Gesicht doch einmal durchkommen sollte, einfach sagen: Mir geht's nicht so, wegen meiner Erkältung. Dann sagen sie wieder alle, hoffentlich wirst du schnell wieder gesund, aber hören will ich es eigentlich nur von einer einzigen Person. Verdammt!







Dienstag, 6. November 2012

Missing you is killing me

Am Liebsten wäre ich jetzt bei dir. Es wäre so toll jetzt neben dir zu stehen und genau zu wissen: Da gehöre ich hin. Dann stellst du dich plötzlich vor mich, schaust mich an und wendest deine Augen nie wieder von mir ab. Der Fokus ist komplett auf uns gerichtet. Neben uns rennen und hetzen die Menschenmassen umher, aber in unserem fantastischem Moment scheint die Zeit still zu stehen. Auf einmal ist das vergangene vergessen und du schließt mich in deine Arme. Ohne Vorwarnung. Es fühlt sich gut an. Endlich bin ich wieder geborgen bei dir. Bei meinem besten Freund. Ich vermisse unsere gemeinsamen Zeiten, deshalb fange ich in deinen Armen an zu weinen.Du verstehst nicht, was mit mir los ist, sprichst leise und tröstend zu mir, streichelst meinen Rücken. Aber das macht alles nur noch schlimmer und meine Tränen nässen deine Jeansjacke. Dann hältst du vorsichtig mit deinen großen, starken Händen meinen Kopf und schaust mit deinen himmelblauen Augen in mein rotes, verheultes Gesicht. Deine sanften Worte wirken endlich, ich höre auf zu weinen, schmeiße mich zurück in deine Arme und klammer mich fest. Dieses Mal lasse ich nie wieder los. Ich will nicht noch einmal den wichtigsten Menschen in meinem Leben verlieren. Meinen besten Freund...



Freitag, 26. Oktober 2012

Scream to say Thank You

In der Mittagspause sitzen wir nebeneinander. Wir quatschen über den üblichen Mädchenkram - beliebte Leute, die neuesten und heißesten Gerüchte und vor allem über Jungs. Gegenseitig beurteilen wir sie und schwärmen von den gut aussehenden und unerreichbaren, die täglich neben uns vorbeilaufen ohne uns zu kennen. Schade. Aber ob man in die verliebt sein könnte? Ich denke nicht. Wahrscheinlich sind sie nur für das Optische gut. Mein Hals war trocken und ich habe dich gefragt, ob ich etwas von dir zu trinken haben dürfte. Genervt hast du mich angeschaut. Wie immer fingen wir an uns aus Spaß zu streiten um am Ende wieder drüber zu lachen. Es ist einfach toll dich zu kennen. Wir sind wahrscheinlich die Extremfälle von Mädchen und zicken uns die ganze Zeit an. Aber das ist nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Es sind Streitereien über die wir nur lachen können und es tut so gut jemanden zu haben, mit dem man sich stundenlang über Jungs unterhalten kann. Die Woche in Berlin haben wir uns nur noch mehr angefreundet und haben eine neue sehr innige Verbindung zueinander hergestellt. Ich bin froh meinen Alltag mit dir überstehen zu dürfen. Danke, dass du immer für mich da bist Süße und vor allem auch, dass du mich so sehr mit ihm unterstützt (:

Es ist großartig sich in der Nähe seiner Freunde frei zu fühlen. Die Wärme und gegenseitige Liebe füreinander zu spüren. Es ist unglaublich das Phänomen Freundschaft zu erleben. Wir brauchen Freunde um schwere Zeiten zu überstehen und wir brauchen sie um unsere guten Zeiten noch mehr zu genießen. Am liebsten würde ich mein fettes Danke an meine Freunde auf einem Berg in das Tal schreien, damit die ganze Welt mitkriegt, wie sehr ich sie liebe.


I love you...

Freitag, 12. Oktober 2012

Freundschaft mit Hindernissen

Mit einem hämischen Lachen guckst du mich an. Gib es mir wieder oder du kriegst eine gelangt, dachte ich. Lachend umarmt er mich von hinten und ärgert mich die ganze Zeit. Es macht mich wütend, dass ich diese Momente immer noch liebe. Immer wieder zeigt es mir, dass ich einfach nicht loslassen kann. Aber es tut so gut, wenn wir uns gegenseitig ärgern. Es hat etwas befreiendes. Du lachst so herzlich, das ich die ganze zeit neben dir sitzen könnte und mich nicht langweilen würde dich dabei zu beobachten, wie du glücklich bist. Es ist einfach nur krank, dass ich auch lachen muss, wenn du lachst, obwohl es überhaupt nicht witzig war. Dein lachen steckt mich an, selbst wenn es gegen mich gerichtet war.
"Du wirst es nicht mehr wiederkriegen.!"
"Das war mir klar." Lachend setze ich mich neben ihn aufs Fensterbrett. Keine Ahnung, wie er es andauernd schafft meine tristen Tage mit so einer kleinen Geste wieder mit Sonnenschein zu erfüllen. Lächelnd schaute ich ihn an.
"Was guckst du so blöd?", fragte er.
"Kennst mich doch."
"Stimmt. Naiv und blöd.", er verkneifte sich ein Grinsen.
"Ach, lass mich doch. Du bist doof."
Er lachte mich aus. Ich war einfach nicht in der Lage schnippische Bemerkungen hinterher zuwerfen. Stattdessen bohrte ich meine Hand in seinen Bauch und er griff mit seinen Händen verkrampft um meine Schultern, um mich auf seinen Schoß zu setzen. Glücklich. Ja das war ich gerade und doch wusste ich, dass das Glück nicht ewig andauern würde. Wieso machst du mir nur immer falsche Hoffnungen?



Sonntag, 30. September 2012

True Love

Klitschnass warte ich an der Bushaltestelle auf meine Freundin die gerade ein Date mit ihrem Traumprinzen hatte. Sie sind das absolute Traumpaar in meinen Augen. Er ist einer der wenigen Jungs, die Anstand besitzen und keine Arschlöcher sind.
Mir war eiskalt und ich zog meine Mütze mehr auf meinen Kopf. Mistwetter. Zum Glück hatte ich mir vorhin noch einen Latte Macchiato bei meinem Lieblingsbäcker gekauft. Leider war er schon viel zu sehr abgekühlt.
Herbst. Ich hasste den Herbst. Und den Winter hasste ich noch mehr. Die beiden Jahreszeiten kamen mir einzeln unendlich viel länger als der Sommer und Frühling zusammen vor. Alle meine Freunde kuschelten mit ihren Lovern zu Hause auf dem Sofa oder gingen gemeinsam mit ihnen in ihre Lieblingscafés. Und ich saß als Single zu Hause im Bett vor meinem Laptop und schaute Liebesfilme und fragte mich warum die Gefühle der männlichen Rollen nicht auch in echt existieren konnten. Die kalten Monate waren die einzige Zeit, in der ich nicht zufrieden war Single zu sein. Es war die Zeit der verwirrenden Stimmungsschwankungen. Ich hatte die im Sommer zwar auch aber dennoch war ich zufrieden mit meinem Dasein.
Philip Poisels Worte gingen mir mitten ins Herz und eine Träne rollte mir über die Wange. Mein Traumprinz war weg. Weit weg. Und er würde mich nie wieder haben wollen. Nur ich war daran Schuld. Und ich wollte ihn wirklich nur noch einmal Küssen bevor ich ihn für immer verliere. Aber man kann die Zeit nicht zurückspulen. Leider. Mit verlorenem Blick starrte ich auf die andere Straßenseite. Hand in Hand kam meine Freundin mit ihrem Traumprinzen entlang. Es regnete in Strömen und beide lachten, weil sie keinen Schirm mithatten. Liebe lässt jede kleine Sorge vergessen. Vielleicht war es das, was ich so sehr vermisste. Vielleicht war es aber auch nur der Schutz und die Geborgenheit in seinen Armen. Die beiden waren ein wundervolles Paar. So hübsch und glücklich habe ich sie lange nicht mehr gesehen. Nun standen sie sich gegenüber und ihre Gesichter waren nur einen Augenblick voneinander entfernt. Zufrieden und sehnsüchtig starrte ich beide an, als sie sich küssten. Ihre Welt stand still. Ich kannte dieses Gefühl genau und wünschte mir, dass ich es wieder fühlen könnte. Lächelnd lösten sich ihre Lippen von seinen und sie verabschiedeten sich. Glücklich kam sie auf mich zugerannt und erdrückte mich fast mit ihrer Freude. "Ihr seid das perfekte Paar.", flüsterte ich ihr mit einem ernsten Lächeln ins Ohr. gedankenverloren schaute ich über ihre Schulter und wünschte mir nichts sehnlicher als meinen wahren Traumprinzen zu finden...